Es war das Harlachinger Krankenhaus zu München, welches meine Mutter nach 32 Stunden Wehen mit meiner Geburt erlöste. Man schrieb Mittwoch, den 04.Oktober 1972. Ein findiger Redakteur der Zeitschrift "Eltern" entdeckte mein strahlendes Lächeln zuerst und verhalf mir so zu meinem ersten Job. Natürlich musste es die Titelseite der benannten Gazette sein... Gerade mal 2 Stunden alt und schon Model auf einer Titelseite. (es sollte die einzige Titelseite in 44 Jahren bleiben...). Dennoch lies mich die Erfahrung vor der Kamera und vor Publikum zu posieren nicht los. Wenn es schon keine Fotostory mehr geben sollte, musste ich mich also auf etwas anderes konzentrieren. Jahrelang grübelte ich über die neue Form des Auftritts. Schließlich war es soweit.

 

Als 6 jähriger Knabe spielte ich in der Jugend des TSV 1860 München. Oft tingelten wir über Land und spielten so genannte "Einlage-Spiele". Ein Bierzelt und große Feiern gehörten zu diesen Terminen dazu. Von meinem damaligen Trainer Sebastian Huppmann bestärkt, schwang ich mich Woche für Woche in vollen Bierzelten auf die Bühne und gab Mike Krüger Songs wie den "Nippel" oder auch den "Gnubbel", sowie die "Kreuzberger Nächte" der Gebrüder Blattschuss zum Besten. Ohne dabei nur einen einzigen Pfennig zu verdienen ging die Show 7 Jahre sehr erfolgreich. Der Stimmbruch machte dann eine weitere Gesanges-Karriere unmöglich. Wieder war eine Möglichkeit dahin. So entdeckte ich das Theater und durfte im Gymnasium den "Marti Grünbart" in der Hauptrolle darstellen. Eine Rolle, die mich forderte und zugleich weiter animierte an mir zu arbeiten.

 

Vom Gymnasium an die Realschule gewechselt (nicht der Noten wegen, möchte ich betonen!!! sondern zwecks einer äusserst "sensiblen und feinfühligen" Pädagogin namens Fredenhagen), begann eine neue Ära in meiner Karrieren-Struktur. Moderation und Musik. Mittlerweile 14 Jahre alt begannen nun auch die Mädchen nicht mehr nur doof , sondern interessant und mit Vorzügen ausgestattet zu sein. Geprägt von der Vorstellung Mädels stehen total auf Musiker und Leute im Rampenlicht (Danke "BRAVO"), begann ich mich als Schlagzeuger auszuprobieren. Alsbald durfte ich dann in unserem Schulorchester mitwirken. Der Erfolg in Sachen Damen stellte sich ein, aber die aus den höheren Jahrgangsstufen interessierten sich nicht für den Drummer, sondern nur für den Sänger. Aber diese Phase hatte ich bereits hinter mir...